Störender Geruch schränkt die Wohlfühlatmosphäre auf einem Teppich massiv ein. Von Schweißfüßen bis hin zu Hundehaaren, von chemischen Behandlungen bis hin zum massiven Geruch nach einem Neukauf: Unterschiedliche Gründe verursachen auf Teppichen einen unangenehmen Geruch. Wir verraten, wie Teppich-Besitzer den unangenehmen Gestank wieder loswerden.

Teppich stinkt & müffelt
Was tun, wenn der Teppich unangenehm riecht?

Allgemeine Tipps

Häufig entstehen die unangenehmen Gerüche durch Schmutz- oder Staubablagerungen. Im Laufe der Zeit sammeln sich im Bodenbelag Bakterien an, die einen modrigen Geruch erzeugen. Störende Gerüche entstehen vor allem auf älteren Teppichen. In dem Fall gibt es mehrere Optionen, um die Läufer wieder aufzufrischen. Eine häufig gewählte Lösung sind Teppichreiniger, die als Teppichspray, Teppichpulver oder Teppichshampoo zur Verfügung stehen. Deren Anwendung variiert zwar je nach Produkt. Allerdings erweisen sich sogenannte Anti-Geruch-Sprays als besonders wirksam. Eine Alternative zu diesen Teppichreinigern sind Hausmittel. Hierfür kommen beispielsweise Backpulver, Rasierschaum oder Dampfreiniger in Betracht.

Neuer Teppich stinkt: Was tun?

Störende Gerüche sind an neuen Teppichen durchaus üblich. Häufig sind Plastikverpackungen, ein Einsatz von Chemie oder die Beschaffenheit der Teppichfasern für den unangenehmen Geruch verantwortlich. Zumeist verschwindet der Geruch im Laufe der Zeit von selbst. Wer dennoch etwas dagegen unternehmen möchte, kann aus mehreren Optionen wählen.

Verschiedene Optionen für eine Behandlung neuer Teppiche

Ein häufiger Auslöser sind in Fasern haftende kleinen Partikel aus künstlichen Produktionsstoffen, die Verbraucher nach Möglichkeit absaugen sollten. Absaugen ist empfehlenswert, um Teppichfasern aufzulockern. Ebenso effektiv ist es, die Bodenbeläge bei trockenem Wetter über mehrere Tage hinweg an der Frischluft aufzuhängen. Hierbei ist es wichtig, den Teppich mehrfach zu wenden und dadurch beide Teppichseiten gut zu belüften. Tritt der Geruch bei einem kleineren Teppich auf, spricht auch nichts dagegen, die Bodenbeläge in der Badewanne zu waschen. Bei dieser Form der Reinigung sollten es Anwender nicht verpassen, dem Wasser etwas Waschmittel beizumengen. Achtung, wichtiger Hinweis: Es birgt große Gefahren einen Teppich längere Zeit einzuweichen! In jedem Fall ist zu prüfen, ob die Farben des Teppichs und die Beschaffenheit diese Behandlung aushalten werden ohne das der Teppich Schaden trägt.

Unangenehmer Geruch durch Schweißfuß: Hilfreiche Tipps

Nimmt der Teppich durch den Kontakt mit Schweiß einen unangenehmen Geruch an, hat sich wiederum das Hausmittel Natron bewährt. Für eine Behandlung der Bodenbeläge ist es wichtig, das Pulver mit einem Sieb über dem Boden zu verteilen. Bei hartnäckigem Geruch empfiehlt es sich, das Natron mit der Hand einzureiben.

Tipps zur Beseitigung von Hunde-Urin

Ein wirksames Mittel gegen Hundeurin ist Essig. Nachdem Sie ein Tuch mit Essigwasser getränkt haben, reiben Sie den verunreinigten Bereich damit ein. Zum Nachwischen ist destilliertes Wasser geeignet. Diese Behandlung wirkt einer Bildung von Rändern entgegen. Alternativ ist es ebenso wirkungsvoll, eine aus Wasser und Natron hergestellte Paste zu erzeugen und das Gemisch über mehrere Stunden hinweg einwirken zu lassen. Erzielen all diese Maßnahmen nicht die erhoffte Wirkung, ist Wodka ebenfalls eine bewährte Methode. Wichtiger Hinweis: Hier muss ebenfalls sehr gut geprüft werden, ob der Teppich diese Behandlung aushalten wird. So passt Natron und Seide/Wolle z.B. überhaupt nicht zusammen. Eine irreparable Faserschädigung tritt mit 100% iger Wahrscheinlichkeit ein!

Gerüche durch Flecken: Was hilft?

Ist ein Fleck die Ursache für den störenden Geruch, ist Backpulver ein bewährtes Mittel. Nachdem Sie das Backpulver auf den Fleck gegeben haben, arbeiten Sie den den Wirkstoff mit einer Bürste in den Boden ein. Anschließend ist es hilfreich, die Mischung für einen Tag einziehen zu lassen und daraufhin abzusaugen. Backpulver ist im Kampf gegen störende Gerüche gut geeignet, um Feuchtigkeit aus dem Teppich zu eliminieren und dadurch den Gestank zu beseitigen.

Pulverwaschmittel im Kampf gegen Flecken

Sind auf dem Teppich entstandene Flecken auf Lebensmittel zurückzuführen, bewährt sich Pulverwaschmittel im Kampf gegen die Verunreinigung. Sie geben das Pulverwaschmittel auf die Verschmutzung auf und arbeiten das Gemisch in den Teppich ein. Nach einer rund 30-minütigen Einwirkungszeit waschen Sie das Gemisch wieder ab. Ein Schrubben mit dem Teppichreiniger hat sich bei nahezu allen Verschmutzungen bewährt. Allerdings sollten Teppichbesitzer darauf achten, den Fußboden hierbei nicht zu beschädigen. Zudem sind zahlreiche Teppiche ebenfalls für eine Säuberung in der Waschmaschine geeignet.

Dampfreiniger als Wunderwaffe?

Im Laufe der Zeit sammeln sich auf Teppichen Verschmutzungen an, die nicht sichtbar und dennoch unhygienisch sind. Im Regelfall ist es sinnvoll, die Bodenbeläge zweimal pro Jahr zu säubern – entweder in der Waschmaschine oder in der Reinigung. Alternativ erzielt ein Dampfreiniger ebenfalls seine Wirkung. Dieses Gerät dringt tief in die Teppichfasern ein. Diese Methode der Säuberung ist effizient und schonend zugleich, da das Verfahren mithilfe von Wasserdampf und nicht mit aggressiven Chemikalien funktioniert. Nach der Reinigung empfiehlt es sich, den Teppich an der frischen Luft zu trocknen. Hinweis von den Teppichexperten: Es ist sehr wichtig, dass bei synthetischen Teppichen nicht mit Dampf gearbeitet wird, da die synthetische Faser thermoplastisch (durch Hitze verformbar) ist.

Verschmutzungen von der Teppichrückseite entfernen

Oftmals befindet sich die Ursache für unangenehme Gerüche aber auch auf der Teppichrückseite. Dieser unangenehme Effekt entsteht vor allem dann, wenn Flüssigkeiten durch den Teppich sickern und unbemerkt zurückbleiben. In dem Fall bedarf der Bodenbelag nicht nur einer Reinigung der Oberfläche. Genauso wichtig ist es, die Läufer für die Säuberung umzudrehen. Im Idealfall nehmen Sie eine weiche mit Seifenwasser beträufelte Bürste zur Hand, um den Teppich anschließend von den Verschmutzungen zu befreien. Bei einem verlegten Teppich ist eine solche ganzheitliche Behandlung natürlich nur schwer möglich. Aus dem Grund sind Mieter oder Immobilienbesitzer gut beraten, die Bodenbeläge alle fünf Jahre auszutauschen. Ein regelmäßiger Austausch ist die einzige Möglichkeit um zu verhindern, dass auf der Rückseite Bakterienherde entstehen.

Helfen letztlich alle Tipps nicht, um den unangenehmen Geruch zu entfernen, ist eine professionelle Teppichreinigung möglich und empfehlenswert.