Abholung und Lieferung – jetzt Termin vereinbaren! >>> 0351 / 649 40 40

Orientteppiche und Perserteppiche: Ratgeber für Kauf & Pflege

Orientteppiche und Perserteppiche sind keine Bodenbeläge wie alle anderen. Die hochwertigen Teppiche stechen durch ihre Liebe zum Detail aus der breiten Masse hervor. Mit mühevoller Handarbeit kreieren Teppichknüpfer wunderschöne Muster, um die Bodenbeläge voneinander abzugrenzen. Durch die sorgfältige Handarbeit unterscheiden sich Orient- und Perserteppiche deutlich von westlich produzierter Massenware.

Orientteppiche
Orientteppiche sind in vielen verschiedenen Mustern erhältlich

Besonderheiten von Orientteppichen und Perserteppichen

Die sorgfältige Verarbeitung ist eines der wichtigsten Markenzeichen eines guten Orientteppichs. Je mehr Knoten in einen Quadratmeter eingearbeitet werden, desto aufwendiger ist das komplette Meisterwerk hergestellt. Besonders exklusive Orientteppiche haben einen solch hohen Seltenheitswert, dass sich deren Marktwert auf mehrere tausend Euro beläuft. Schließlich nimmt die Produktion der Orientteppiche zum Teil mehrere Monate in Anspruch.

Differenzierungen nach der Region

Eine Kategorisierung der Orientteppiche erfolgt oftmals nach deren Herkunft bzw. Region, die sich im jeweiligen Design widerspiegelt. Dementsprechend facettenreich ist die Vielfalt der Orientteppiche an Formen, Farben und Größen. Außerdem kommen unterschiedliche Web- und Knüpftechniken zum Einsatz, die Teppichknüpfer für spezielle Teppicharten verwenden.

Wodurch zeichnen sich Perserteppiche aus?

Unter der großen Bandbreite an Orientteppichen sind Perserteppiche die bekanntesten Vertreter. Die aus dem ehemaligen Persien und heutigem Iran stammenden Bodenbeläge sind seit Jahrhunderten mit der Tradition der Teppichknüpfung verbunden. Unter der großen Vielfalt an Orientteppichen ist der Perserteppich das feinste und am aufwendigsten gestaltete Modell.

Orientalische Teppiche haben ein lange Tradition, aber mittlerweile finden sich auch in modernen Wohnräumen wieder

Hilfreiche Informationen zur Lebensdauer von Perserteppichen

Natürlich wirkt sich eine sorgfältige Pflege positiv auf die Lebensdauer von Perserteppichen aus. Allerdings sind die Bodenbeläge generell für eine lange Lebensdauer von mehreren hundert Jahren bekannt. Insbesondere bei einfachem häuslichen Gebrauch profitieren zumeist mehrere Generationen von den Vorzügen des Fußbodens. Im heutigen Iran ist es schließlich tatsächlich üblich, dass die kostbaren Schmuckstücke von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden. Es lässt sich jedoch nicht verallgemeinern, dass sich der Wert echter Perser im Laufe der Zeit erhöht. Stattdessen punkten die Bodenbeläge bei sorgfältiger Nutzung mit einem Werterhalt über einen sehr langen Zeitraum.

Tipps zur Pflege und Reinigung

Für eine sorgfältige Pflege und Reinigung von Perser- und Orientteppichen sollten Teppichbesitzer genügend Zeit einplanen. Somit wird gewährleistet, dass Fasern sowie das Gewebe während der Reinigung nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb ist es ratsam, vor der Säuberung leichte Kissenbezüge aus Nylon oder Baumwolle auf den Teppich zu legen. Im nächsten Schritt wird der Bodenbelag durch das schützende Material abgesaugt. Ist eine Reinigung von Flecken oder anderen sichtbaren Verschmutzungen erforderlich, ist eine eigens erstellte und milde Reinigungslösung aus natürlichen Essenzen die richtige Wahl. Für die Säuberung ist ein Mix aus Waschmittel, Essig sowie warmem Wasser besonders gut geeignet. Wer sich auf dem Orient- oder Perserteppich von unangenehmen Gerüchen gestört fühlt, kann den Fußboden mit mildem Baby- oder Talkumpuder bestäuben. Wirkt das Puder über Nacht ein, werden die Gerüche absorbiert. Daraufhin genügt es, das Puder am nächsten Morgen einfach abzusaugen.

Gerade für wertvolle Orientteppiche empfiehlt es sich, die Reinigung in professionelle Hände zu geben. In verschiedenen Städten findet man Wäschereien speziell für Orient- und Perserteppiche:

Preise für Perserteppiche

Perserteppiche sind Bodenbeläge von besonders hoher Qualität. Während reine Seidenteppiche die teuersten Perserteppiche sind, gibt es auch günstigere Modelle. Je nach Größe kosten Perserteppiche bis zu fünfstellige Eurobeträge im mittleren Bereich. Preise für die meisten in Deutschland erhältlichen Perserteppiche variieren zwischen 2.000 und 10.000 Euro. Persische Teppichknüpfer variieren zudem zwischen neun verschiedenen Perserteppich-Klassen, die sich durch ihre Größe, Platzierung sowie Qualität unterscheiden. Klassische Formate wurden Anforderungen an Exportware angepasst. Deshalb sind in unseren Gefilden klassische Pardeh- und Sartscharakformate besonders weit verbreitet. Die Teppiche sind zumeist zwischen 80 Zentimetern sowie 2,40 Meter groß. Diese Bodenbeläge kosten zwischen 200 und 1.000 Euro. Teppiche aus Seide oder mit Seidenanteil wechseln zum Preis ab 5.000 Euro den Besitzer.

Arten von Orientteppichen – ein Überblick

  • Afghan Teppiche: Afghan Teppiche zeichnen sich durch kraftvolle Farben aus – überwiegend in Rottönen. Dank ihrem zeitlosen Design heben die Flore insbesondere traditionelle Wohnstile optisch hervor.

  • Bidjar Teppiche: Ursprünglich aus dem westlichen Iran stammende Bidjar Teppiche sind für ihre makellose Material- und Fertigungsqualität bekannt. Die „Könige der Orientteppiche“ bestechen mit Strapazierfähigkeit, Langlebigkeit und einfacher Pflege.

  • Chinesische Teppiche: Handgeknüpfte chinesische Teppiche sind an ihrem unverkennbaren Stil der Teppichverknüpfung erkennbar. Ein typisches Merkmal ist eine Reduktion auf wenige Farbtöne.

  • Gabbeh Teppiche: Besondere Merkmale von Gabbeh Teppichen sind ihre dicke, weiche und widerstandsfähige Beschaffenheit im Zusammenspiel mit satten Farben und vielfältigen Designs. Die Flore werden traditionell aus Naturwolle und mit geringer Knotendichte verknüpft.

  • Ghom Teppiche: Ghom Teppiche punkten mit einer Mischung aus sehr guter Korkwolle, dem Einsatz von Seide und höchster Qualität. Die liebevoll gestalteten Perserteppiche erfüllen auch die höchsten Anforderungen.

  • Hamadan Teppiche: Hamadan Teppiche werden für gewöhnlich in der gleichnamigen Region im Westen Irans hergestellt. Besonders kostbar sind ältere Hamadan Flore, die auf Baumwollkette geknüpft werden.

  • Heriz Teppiche: Weil Heriz Teppiche aus grobem und hochwertigem Wollgarn bestehen, sind die Flore sehr robust und verschleißen nur schwer. Ein besonderes optisches Merkmal sind große und gradlinige Medaillons, die denen schönen und aufregenden Charakter der Bodenbeläge unterstreichen.

  • Indische Teppiche: Handgeknüpfte indische Teppiche stehen zwar der Qualität von im Iran gefertigten Floren nach. Doch dafür sind Preise für die Bodenbeläge erschwinglich. Häufig kopieren indische Teppiche die Muster von Floren persischer Herkunft.

  • Isfahan Teppiche: Isfahan Teppiche sind bekannte Flore, die mit ihrer hervorragenden Qualität aus der breiten Masse hervorstechen. Die kunsthandwerklich anspruchsvollen Teppiche punkten mit ihrer Haptik, hohen Qualität und Liebe zum Detail.

  • Kirman Teppiche: In der Riege handgeknüpfter Teppiche reihen sich die Kirman oder Kerman Teppiche auf den vordersten Rängen ein. Die meisten Kirman Teppiche ziehen im kräftigen Rotton die Blicke auf sich, das besonders gut mit Beige harmoniert. In der Mitte der Teppiche ist zumeist ein Medaillon verewigt.

  • Keshan Teppiche: Die meisten Keshan Teppiche werden aus sehr guter Wolle hergestellt bzw. geknüpft. Im Fokus stehen optische Details wie Medaillons, florale Elemente oder Allover-Designs.

  • Moud Teppiche: Eine Besonderheit von Moud-Teppichen ist ihr einzigartiges Herati-Muster. Diese Muster bedecken bei den meisten Floren den größten Teil der Teppichfläche. Die Mittelmedaillons einiger Teppiche erinnern zudem an ein Sechseck oder einen Stern.

  • Schiraz Teppiche: Diese einfachen Perserteppiche werden aus Wolle aus dem zentralen Süden des Irans geknüpft. Die natürlichen Materialien werden bei der Erstellung des Flors zur Knotendichte von 80.000 bis 160.000 Knoten je Quadratmeter verarbeitet.

  • Tabriz Teppiche: Die Vielfalt von Tabriz Teppichen reicht von einfach bis hin zu luxuriös. Eine Unterscheidung der Teppiche richtet sich nach der Knotendichte je Quadratmeter. Die feinsten Teppiche besitzen eine Knotendichte von mehr als einer Million Knoten.

  • Pakistanische Teppiche: Weil bei der Herstellung von Pakistanischen Teppichen Wolle aus Australien verwendet wird, ist deren Glanz besonders stark. Die Flore sind nicht besonders fein und zumeist an dunklen Farbtönen oder achteckigen Mustern erkennbar.

  • Ziegler Teppiche: Die Optik von Ziegler Teppichen wurde optisch durch das Design von klassischen persischen Floren inspiriert. Ihren antiken Look erhalten die Bodenbeläge, indem sie in der Sonne gebleicht und anschließend durch Steine abgerieben werden.